© Tanja Herbert – Hundetraining

 

Meine Texte und Inhalte entstehen aus meiner eigenen Arbeit, Erfahrung und Haltung. Bitte respektiere dies: Kopieren, Weiterverwenden oder Veröffentlichen – auch in Teilen – ist ohne meine ausdrückliche Zustimmung nicht erlaubt.

🐾🤍 „Hallo sagen“🤍🐾

Warum ist in unseren Köpfen immer noch so fest verankert: „Da ist ein Hund – geh doch mal Hallo sagen“? 🥺

Natürlich brauchen Hunde Sozialkontakte. Sie dürfen lernen, mit Artgenossen zu kommunizieren. Aber warum erwarten wir, dass jeder Hund automatisch jeden anderen Hund mögen oder begrüßen muss?

Wir Menschen machen das doch auch nicht. Wenn ich über den Weihnachtsmarkt laufe, trinke ich nicht mit jedem Fremden einen Glühwein.
Ein Pferd würde man nicht einfach zu unbekannten Pferden auf die Koppel stellen und hoffen, dass „es schon passt“.
Bei Kaninchen oder Meerschweinchen weiß jeder, wie vorsichtig Vergesellschaftung ablaufen muss.

Nur beim Hund scheint oft zu gelten: „Die müssen Kontakt haben.“🫣
Dabei bedeutet jede Begegnung für Hunde Kommunikation.
Einschätzen.
Beobachten.
Sicherheit prüfen.
Wer ist da?
Freund oder Gefahr?
Wer weicht aus?
Wer bleibt stehen?
Wer fühlt sich sicher?

Und das alles passiert oft schon auf große Distanz. Hunde haben sich längst gelesen und gerochen, bevor wir Menschen überhaupt reagieren.
Nicht jeder Hund möchte Nähe. Nicht jeder Hund braucht Kontakt. Und nicht jeder Welpe muss sofort die Hunde der ganzen Nachbarschaft kennenlernen.

Gerade Welpen sind oft völlig überwältigt von ihrer neuen Welt. Für sie geht es erstmal darum, anzukommen. Sicherheit zu finden. Zu verstehen, wo ihr Zuhause ist und ob sie sich dort sicher fühlen dürfen.
Denn tief im Inneren trägt jeder Hund noch etwas Ursprüngliches in sich: Wenn er hinausgeht, möchte er vor allem eines wissen – „Komme ich sicher wieder nach Hause?“

Vielleicht dürfen wir lernen,🐾🤎🐕 Begegnungen wieder ruhiger werden zu lassen. Ein Blick. Ein freundliches Vorbeigehen. Abstand respektieren. Und akzeptieren, dass ein „Nein danke“ manchmal die liebevollste Form von Rücksicht ist.

🐾🤍 Innere Haltung🤍🐾

Ja – Gerade im Zusammenleben mit einem Hund wird sehr deutlich, wie unterschiedlich Menschen denken, fühlen und handeln – und wie stark der Umgang mit sich selbst den Umgang mit dem Hund beeinflusst.

Man könnte es zum Beispiel so gegenüberstellen:

Menschliche Haltung gegenüber sich selbst – gegenüber dem Hund

Unsicher: „Mache ich das überhaupt richtig?“ Fragt viel, korrigiert sich ständig, Führung wird wechselhaft.

Ängstlich: „Was ist, wenn etwas passiert?“ Vermeidet Situationen, hält den Hund sehr eng, sichert stark ab.

Kontrollierend: Möchte Fehler und Unvorhergesehenes verhindern, gibt viele Kommandos, beobachtet ständig, lässt wenig eigenen Raum.

Perfektionistisch: Eigene Fehler werden schwer akzeptiert. Erwartet schnelles, möglichst fehlerfreies Funktionieren.

Ungeduldig: Setzt sich selbst unter Zeit- und Leistungsdruck. „Das muss doch endlich klappen!“ – erhöht Druck und Erwartungen.

Schnell frustriert: Zweifelt an sich oder wird ärgerlich. Reagiert emotionaler, wird lauter oder strenger.

Überfürsorglich: Braucht selbst viel Sicherheit. Nimmt dem Hund vieles ab, schützt ihn frühzeitig vor Herausforderungen.

Konfliktscheu: Grenzen setzen fühlt sich unangenehm an. Sagt selten klar Nein und hält Grenzen nicht zuverlässig.

Hart zu sich selbst: „Ich darf keine Schwäche zeigen. „Erwartet häufig auch vom Hund, dass er „da durch muss“.

Leistungsorientiert: Definiert Erfolg stark über Ergebnisse. Vergleicht den Hund mit anderen und sieht schnell, was noch nicht funktioniert.

Empathisch aber unsicher: Spürt sehr viel und hinterfragt sich stark. Versteht den Hund gut, traut sich aber manchmal nicht, klare Entscheidungen zu treffen.

Ruhig und reflektiert: Darf Fehler machen und daraus lernen. Beobachtet erst, versucht Ursachen zu verstehen und handelt überlegt.

Klar und konsequent: Kennt die eigenen Grenzen und Bedürfnisse. Gibt Orientierung, setzt verständliche Grenzen und bleibt verlässlich.

Selbstsicher: „Ich kann mit der Situation umgehen.“ Strahlt Ruhe aus und übernimmt Verantwortung, ohne ständig kontrollieren zu müssen:

Vertrauensvoll: Vertraut den eigenen Fähigkeiten. Traut auch dem Hund Entwicklung und eigene Erfahrungen zu.

Innerlich stabil: Kann Gefühle wahrnehmen, ohne sofort aus ihnen heraus zu handeln. Bleibt auch dann ansprechbar und klar, wenn der Hund aufgeregt oder schwierig wird.

Das Spannende daran ist: Keiner dieser Menschen ist einfach „gut“ oder „schlecht“. Hinter einem Verhalten steckt meistens eine eigene Geschichte, eine Erfahrung, eine Angst, ein Bedürfnis oder ein erlerntes Muster.

Und genau deshalb finde ich den Blick auf beide Enden der Leine so wichtig. Ein Mensch kann seinem Hund kaum dauerhaft Ruhe vermitteln, wenn in ihm selbst ständig Alarm herrscht. Er kann schwer klare Grenzen setzen, wenn er sich selbst keine Grenzen zugesteht. Und er kann seinem Hund nur schwer vertrauen, wenn er seinen eigenen Entscheidungen überhaupt nicht vertraut.

Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass ein Mensch erst vollkommen mit sich im Reinen sein muss, um ein guter Hundehalter zu sein. Vielmehr kann die Beziehung zum Hund sogar sichtbar machen: Wo stehe ich mir selbst im Weg? Wo darf ich wachsen? Wo darf ich klarer, ruhiger oder mutiger werden?

Und manchmal verändert sich dann nicht nur der Mensch – sondern plötzlich verändert sich auch der Hund.

🐾🤍 Vertrauen🤍🐾

Wenn aus Vertrauen etwas Wunderschönes entsteht… ✨

Eine Kundin wandte sich völlig verzweifelt an mich, weil sie mit ihrem Hund einfach nicht mehr weiterkam. Es ist ihr Zweithund – und plötzlich war alles anders. Alles, was man glaubte zu wissen, funktionierte nicht mehr. Also haben wir nicht einfach „weitergemacht“… wir haben nochmal ganz von vorne begonnen.

Mit Ruhe.
Mit Sicherheit.
Mit Verständnis.
Mit ganz viel Gefühl.
Wir sind Schritte gegangen, haben Ansätze ausprobiert und manchmal auch wieder mehrere Schritte zurückgemacht. Nicht, weil etwas „falsch“ war, sondern weil wir genauer hinschauen wollten:
Was braucht dieser Hund wirklich? Was kann er leisten?
Wo fühlt er sich sicher?
Wo beginnt Vertrauen?

Und genau das ist passiert. Diese Halterin hat sich so unglaublich darauf eingelassen. Sie hat angefangen, nicht nur ihren Hund besser zu verstehen, sondern auch sich selbst. Dank ZRM hat sie so viel an sich gearbeitet, wächst jeden Tag mehr in ihr eigenes Vertrauen hinein – in sich selbst, in ihren Hund und auch in meine Arbeit.

Und plötzlich entsteht etwas ganz Weiches. Etwas Ruhiges. Etwas, das man kaum in Worte fassen kann.
Da stehe ich dann als Trainerin da, mit Tränen 🥺🥹 in den Augen, weil ich sehe, was möglich wird, wenn Menschen anfangen zu vertrauen.

Wenn sie den Druck von außen loslassen. Dieses ständige:
„Der Hund braucht mehr Bewegung.“
„Du musst ihn auspowern.“
„Da muss mehr Konsequenz rein.“

Und stattdessen anfangen hinzusehen. Zuhören. Fühlen. Sicherheit schenken.
Denn nicht jeder Hund braucht mehr Druck. Manche Hunde brauchen einfach jemanden, der endlich versteht, wie laut ihre Unsicherheit eigentlich ist.
Und wenn dieses Verständnis ankommt… dann verändert sich alles. ❤️

Ich bin unendlich stolz auf diesen Weg 🐾🐕.
Auf diesen Hund bzw Rudel.
Auf diese Entwicklung.
Und vor allem auf diese wundervolle Halterin, die den Mut hatte, zu vertrauen – auch dann, als noch niemand sehen konnte, was daraus entstehen wird. 🤎
Danke für dieses Vertrauen. 🤍

🐾🤍 Veränderungen🤍🐾

Denn wenn wir uns verändern, verändert sich häufig auch die Welt unseres Hundes.

Wir Menschen suchen oft nach der perfekten Technik, dem richtigen Training oder der einen Methode, die alles verändert. Doch manchmal liegt die größte Veränderung nicht im Hund – sondern in uns selbst.

Unsere Hunde lesen nicht unsere Worte. Sie lesen unsere Emotionen. Sie spüren unsere Unsicherheit, unsere Traurigkeit, unsere Wut, unsere Enttäuschung und sogar die Gefühle, die wir selbst oft verdrängen.

Ist ein Mensch unsicher, wird der Hund häufig in ständige Bereitschaft versetzt. Er übernimmt Verantwortung, geht nach vorne, entscheidet selbst oder versucht, Situationen zu kontrollieren. Nicht, weil er dominant sein möchte, sondern weil er das Gefühl hat, dass jemand die Verantwortung übernehmen muss.

Andere Hunde wählen den entgegengesetzten Weg. Sie ziehen sich zurück, gehen in die Flucht oder sagen ganz deutlich: „Das ist mir zu viel. Bitte kümmere du dich darum.“

Unsere Hunde tragen oft die Last unserer unausgesprochenen Gefühle. Und manchmal verstehen wir ihr Verhalten erst, wenn wir bereit sind, uns selbst ehrlich anzuschauen.

Das ist nicht immer leicht. Es kann wehtun. Es kann unbequem sein. Doch genau dort beginnt echte Veränderung.

Bevor wir unseren Hund für sein Verhalten verurteilen, dürfen wir uns fragen: Wie geht es eigentlich mir? Welche Sorgen, Ängste oder Verletzungen trage ich mit mir herum? Was sende ich unbewusst aus?

Ehrlichkeit ist einer der wichtigsten Bausteine in der Erziehung. Ehrlichkeit mit unserem Hund. Aber vor allem Ehrlichkeit mit uns selbst.

Denn keine Technik der Welt kann dauerhaft ersetzen, was durch innere Klarheit, Vertrauen und echte Selbstreflexion entsteht.

Unsere Hunde brauchen keine perfekten Menschen. Sie brauchen Menschen, die bereit sind hinzuschauen, Verantwortung zu übernehmen und an sich selbst zu wachsen.

Oft beginnt das größte Training nicht an der Leine – sondern im eigenen Herzen.

🐾🤍 Mein Wunsch an euch🤍🐾

Wenn ich mir eine Sache für Hunde und ihre Menschen wünschen dürfte, dann wäre es diese:

Hört euren Hunden zu. 🤎

Hört wirklich zu! 🤎🐕🤎

Unsere Hunde sprechen jeden Tag mit uns. Sie zeigen uns, was sie brauchen, was ihnen schwerfällt, was ihnen Freude macht und wo ihre Grenzen liegen. Sie senden unzählige Signale, teilen ihre Gefühle mit und versuchen auf ihre Weise, mit uns in Verbindung zu treten.

Und trotzdem wird es oft überhört.

Weil überall jemand sagt, was man noch tun muss.

Du musst mehr trainieren.
Du musst mehr auslasten.
Du musst in der Prägezeit alles zeigen.
Du musst den Hund überall mit hinnehmen.
Du musst Freilauf ermöglichen.
Du musst Kommandos üben.
Du musst dies.
Du musst das…….😔

Aber weißt du was?

Du musst gar nichts.

🤎💝Du darfst erst einmal bei dir ankommen. 💝🤎

Wer bist du? Was brauchst du? Wie möchtest du dein Leben gestalten? Wie soll eure gemeinsame Zeit aussehen? Was macht euch beide glücklich?

Nicht jeder Hund muss alles können.
Nicht jeder Mensch muss alles wollen.

Eine gute Mensch-Hund-Beziehung entsteht nicht dadurch, dass man jede Empfehlung aus Büchern, sozialen Medien oder von Nachbarn umsetzt. Sie entsteht durch Vertrauen. Durch Zuhören. Durch gemeinsames Wachsen.

Denn je mehr wir versuchen, Erwartungen von außen zu erfüllen, desto weiter entfernen wir uns oft von uns selbst.

Und genau das spüren unsere Hunde.

Wenn wir uns verbiegen, werden wir unklar. Wenn wir ständig zweifeln, verlieren wir unsere innere Ruhe. Wenn wir nur noch auf andere hören, hören wir irgendwann weder uns selbst noch unseren Hund.

Dabei liegt so viel Weisheit bereits direkt vor uns.

In den Augen unseres Hundes.
In seinem Verhalten.
In seiner Kommunikation.

Vertraue deinem Hund.
Vertraue deinem Bauchgefühl.
Vertraue darauf, dass nicht jeder Weg für jedes Mensch-Hund-Team gleich aussehen muss.

Denn Glück entsteht nicht dadurch, dass man alles richtig macht.

Glück entsteht dort, wo Mensch und Hund sich gegenseitig verstehen, annehmen und gemeinsam ihren ganz eigenen Weg gehen. ❤️🐾

🐾🤍 Veränderungen🤍🐾

Veränderungen kommen oft ungefragt in unser Leben. Manchmal sind es nur kleine Dinge, manchmal große Einschnitte, die plötzlich alles durcheinanderbringen. Sie werfen uns aus unserer gewohnten Bahn, stellen unseren Alltag auf den Kopf und zwingen uns dazu, uns neu zu sortieren, neu zu ordnen und einen neuen Weg zu finden.

Genau diese Momente fühlen sich oft an wie ein Stein auf unserem Weg. Ein Hindernis, das wir nicht eingeplant hatten. Doch hinter jeder Veränderung steckt auch die Möglichkeit, zu wachsen, neue Perspektiven zu entdecken und einen anderen Blick nach vorne zu entwickeln.

Nicht nur wir Menschen erleben das so. Auch unsere Hunde nehmen Veränderungen sehr bewusst wahr. Besonders bei Hunden aus dem Tierschutz sehe ich immer wieder, wie herausfordernd Veränderungen sein können. Ein neues Land, eine neue Familie, der Verlust eines geliebten Menschen, eine Trennung, der Auszug der Kinder oder andere Veränderungen im Alltag – all das bewegt auch unsere Hunde.

Sie brauchen Zeit, um das Erlebte zu verarbeiten und ihren Platz in der neuen Situation zu finden. Doch Zeit allein reicht oft nicht aus. Gerade in solchen Phasen schenken klare Strukturen, liebevolle Führung und Verlässlichkeit Sicherheit. Sie helfen dem Hund, sich nicht verloren zu fühlen. Sie zeigen ihm: Du bist nicht allein. Da ist jemand, an dem du dich orientieren kannst. Jemand, der dich durch diese Zeit begleitet.

Und vielleicht ist genau das auch für uns Menschen so wichtig. Menschen an unserer Seite zu haben, die uns stärken, wenn wir den Blick nach vorne verloren haben. Menschen, die uns daran erinnern, dass Veränderungen zwar schmerzhaft sein können, aber oft auch der Anfang von etwas Neuem sind.

Manchmal muss sich eine Tür schließen, damit wir überhaupt erkennen können, welche anderen Türen längst auf uns warten. Und auch wenn der Weg nicht immer leicht ist – Schritt für Schritt entsteht aus Unsicherheit wieder Vertrauen, aus Chaos wieder Ordnung und aus Veränderung eine neue Perspektive.

🐾🤍 Neue Wege🤍🐾

Manchmal müssen wir neue Wege gehen, um wirklich anzukommen. ❤️
Wie oft laufen wir auf Wegen, nur weil wir sie schon immer so gegangen sind?

Wie oft hören wir:
„Früher hat man das so gemacht.“ „Bei meinem letzten Hund hat das doch auch funktioniert.“ „Das kenne ich anders.“

Aber war es wirklich so?
Manchmal liegt der letzte Welpe viele Jahre zurück. Wir erinnern uns an den wundervollen erwachsenen Hund – aber kaum noch an die anstrengenden ersten Wochen. An die Unsicherheit. An die Momente, in denen wir selbst nicht weiter wussten.

Und trotzdem versuchen wir, mit alten Mustern einen neuen Hund zu begleiten.
Doch dieser Hund ist ein anderer. Und vielleicht bist auch du heute ein anderer Mensch.

Genau dann darf man an einer Kreuzung auch einmal sagen:
Ich gehe diesmal einen anderen Weg.

Für mich bedeutet moderne Hundeerziehung nämlich nicht nur, neue Methoden kennenzulernen. Es bedeutet auch, den Menschen wieder mit ins Boot zu holen.
Hinspüren. Sich selbst wahrnehmen. Dem Hund zuhören. Und sich vielleicht auch einmal zu fragen:
„Was möchte mein Hund mir gerade zeigen?“

Manchmal merken Menschen in meiner Arbeit plötzlich:
„Da geht es gerade gar nicht nur um meinen Hund. Da geht es auch um mich.“
Und genau das empfinde ich als etwas unglaublich Wertvolles. ❤️

Denn dann beginnt Veränderung.
Der Mensch arbeitet nicht nur mit seinem Hund, sondern auch für sich selbst. Er wird klarer, sicherer, bewusster. Er entdeckt vielleicht Seiten an sich, die lange keinen Raum hatten.

Und plötzlich verändert sich auch etwas zwischen Mensch und Hund.
Aus einem Weg, auf dem man sich vielleicht lange im Kreis gedreht hat, entsteht eine neue Richtung.

Und irgendwann kommt dieser wunderschöne Moment:

„Ich glaube, wir kommen an. Mein Hund und ich. Gemeinsam.“

Neue Wege können erst einmal ungewohnt sein. Sie brauchen manchmal Mut. Vertrauen. Und die Bereitschaft, alte Muster loszulassen.
Aber vielleicht wartet genau hinter dieser einen Kreuzung, an der du dich endlich traust, anders abzubiegen, der Weg, den du mit deinem Hund schon so lange gesucht hast. ❤️

Du musst nicht immer den Weg weitergehen, den du kennst. Du darfst den Weg wählen, der euch wirklich weiterbringt.

🐾🤎 Gedanke zum Spruch des Tages🤎🐾

„Wenn alles perfekt wäre, würdest du niemals lernen und über dich selbst hinauswachsen.“
— Beyoncé Knowles-Carter

Dieser Spruch passt für mich heute ganz besonders, denn gestern durfte ich in meinem Training wieder erleben, wie wichtig es ist, Fehler zuzulassen. Schwächen zuzulassen. Nicht immer sofort alles können zu müssen.

Manchmal braucht es genau diesen Moment, an dem wir denken:
„Oh Gott, ich kann das nicht. Ich bekomme das niemals hin.“

Denn genau dort beginnt oftmals etwas ganz Besonderes. 💖

Wenn wir nicht aufgeben, sondern uns trauen weiterzugehen. Wenn wir unsere Unsicherheit aushalten, ausprobieren, vielleicht scheitern und es noch einmal versuchen, dann können wir plötzlich über uns selbst hinauswachsen.

Und irgendwann verändert sich etwas:
Aus Unsicherheit wird Kraft.
Aus Zweifel wird Stärke.

Aus Zurückhaltung wird Präsenz.
Vielleicht schauen wir vorher auf andere und denken: „Wow, wie souverän sie das macht.“ Und plötzlich kommt dieser wunderbare Moment, in dem wir selbst spüren:

„Hey – ich kann das auch. Ich bekomme das hin. Ich kann das alleine. Ich brauche gerade keine Hilfe. Ich bin da. Ich vertraue mir. Und ich darf mich zeigen.“ 💖

Genau das durfte ich gestern bei zwei Terminen mit zwei wunderbaren Hundehalterinnen erleben. Ich konnte beobachten, wie beide an ihre Grenzen kamen – und dann über diese Grenze hinausgewachsen sind und ihre eigene Stärke gefunden haben. Und genau solche Momente berühren mich in meiner Arbeit ganz besonders.

Vielleicht ist das auch ein Gedanke für jeden von uns: Hab keine Angst davor, an deine Grenzen zu kommen. Denn eine Grenze bedeutet nicht automatisch, dass dort Schluss ist. Manchmal zeigt sie uns einfach nur, dass dort ein neuer Weg beginnt, an dem wir wachsen, uns selbst neu kennenlernen und wieder mutig nach vorne schauen dürfen. 🌿🤎

🐾🤍 Kennst du das auch?🤍🐾

Kennst du das auch? 🐾❤️
Du sitzt da, bist gerade ein bisschen bei dir – und dann kommt dein Hund.
Er schaut dich an. Diese Knopfaugen. Diese weichen Teddybäraugen. Dieser Blick, bei dem dein Herz sofort sagt: „Ach komm …“ 🥹

Oder ihr seid unterwegs. Dein Hund macht etwas, du setzt eine klare Grenze und sagst: „Hey, lass das bitte.“
Und dann dreht er sich um und schaut dich an.
Und plötzlich wird aus deinem klaren NEIN ein: „Na gut … ausnahmsweise.“ 😅

Natürlich dürfen wir weich werden. ❤️ Natürlich dürfen wir unsere Hunde innig lieben, mit ihnen kuscheln, sie verwöhnen und diese unglaubliche Nähe genießen. Liebe und Nähe sind ein wichtiger Teil unserer Beziehung.

Aber Liebe und Führung schließen sich nicht aus.

Denn unsere Hunde lernen unglaublich schnell, welches Verhalten bei uns zum Erfolg führt. Welcher Blick uns weich werden lässt. Wann wir unsere Grenze wieder zurücknehmen. Und manchmal haben wir schneller unseren Raum und unsere Klarheit abgegeben, als uns bewusst ist.

Dann darf dein Herz ruhig sagen: „Oh Gott, wie süß!“ ❤️
Und dein Kopf darf ergänzen: „Ja, süß bist du. Aber mein Nein bleibt trotzdem ein Nein.“ 😉

Bleib noch ein paar Schritte bei deiner Entscheidung. Bleib freundlich, ruhig und klar. Und wenn du deinem Hund danach etwas erlauben möchtest, dann tu es ganz bewusst.
Nicht, weil er es sich mit seinem Blick „geholt“ hat – sondern weil du es freigibst.

Das ist für mich Führung.
Nicht hart sein. Nicht lieblos sein. Nicht stärker oder lauter sein.
Sondern liebevoll bei sich bleiben und Verantwortung übernehmen – auch dann, wenn zwei wunderschöne Knopfaugen versuchen, unsere guten Vorsätze zum Schmelzen zu bringen.

Und ja … auch mir fällt das manchmal schwer. Wenn meine Hunde mich anhimmeln und anblinzeln, meldet sich auch bei mir ganz schnell das Herz: „Ach komm, ein Stückchen vom Tisch geht doch noch …“ 😂

Und dann heißt es auch für mich: Tanja, kurz nachdenken: Entscheidest gerade du – oder entscheiden gerade diese Teddybäraugen für dich? 😉
Liebe darf weich sein. Führung darf trotzdem klar bleiben. ❤️🐾

🐾🤍 Dominanz?🤍🐾

Dominanz? Oder vielleicht einfach echte Führung? 🤎🐾

Noch immer hört man in der Hundewelt Sätze wie:
„Du musst deinen Hund dominieren.“
„Du musst stärker sein.“
„Du musst dich durchsetzen.“
„Zeig ihm, wer das Sagen hat.“

Aber müssen wir das wirklich?

Ich glaube, wir dürfen anfangen, Führung ganz anders zu verstehen.

Denn schauen wir doch einmal auf uns Menschen:
Wem folgen wir gerne?

Demjenigen, der am lautesten schreit?
Der sich groß macht, Stärke demonstriert und ständig beweisen muss, dass er überlegen ist?

Oder folgen wir nicht viel lieber einem Menschen, der ruhig, klar und souverän ist?
Einem Menschen mit Haltung.
Mit Struktur.
Mit Verlässlichkeit.
Einem Menschen, bei dem wir spüren:

„Hier darf ich mich anlehnen. Hier bin ich sicher.“

Wenn ich an meine eigene Schulzeit zurückdenke, waren es nicht die Lehrer, die gebrüllt haben, vor denen ich wirklichen Respekt hatte. Vielleicht hatte man Angst vor ihnen. Vielleicht hat man funktioniert.

Aber Angst ist kein Respekt.
Und Funktionieren ist kein Vertrauen.

In Erinnerung geblieben sind die Menschen, die einen Raum betreten haben und gar nicht laut werden mussten. Die wussten, wofür sie stehen. Die Grenzen setzen konnten, ohne kleinzumachen. Die klar waren, ohne hart zu sein.

Genau das bedeutet für mich Führung auch bei unseren Hunden.

Mein Hund braucht keinen Menschen, der größer, lauter oder kräftiger ist.

Er braucht einen Menschen, der ihm Orientierung gibt.
Der Entscheidungen trifft.
Der Grenzen setzen kann.
Der Verantwortung übernimmt.
Der auch dann ruhig und klar bleibt, wenn es schwierig wird.

Denn wahre Stärke muss nicht laut sein.

Sie zeigt sich in unserer Haltung.
In unserer Klarheit.
In unserer Verlässlichkeit.
Und darin, dass unser Hund spürt:

„Du hast die Situation im Griff. Ich muss das nicht übernehmen.“

Vielleicht sollten wir deshalb weniger darüber sprechen, wie wir unsere Hunde „dominieren“.

Und viel mehr darüber, wie wir zu einem Menschen werden, an den unser Hund sich gerne anlehnen möchte.

Zu einem sicheren Hafen.
Zu einer klaren Orientierung.
Zu einem Fels in der Brandung. 🤎

Denn genau dort entsteht für mich Beziehung:

Nicht durch Macht.
Nicht durch Lautstärke.
Nicht durch Einschüchterung.

Sondern durch Klarheit, Sicherheit, Vertrauen und echte Führung. 🐾🤎

🐾🤍 Körpersprachlich erziehen🤍🐾

Körpersprachlich erziehen heißt nicht, körperlich zu werden.

Diesen Unterschied möchte ich ganz deutlich machen.
Körpersprachliche Erziehung bedeutet für mich nicht, einen Hund zu schlagen, ihn zu bedrängen, ihn mit der Leine zu rucken oder ihn irgendwohin zu ziehen. Es bedeutet nicht, ihn durch Schmerz, Angst oder Erschrecken gefügig zu machen.

Körpersprache beginnt bei MIR – nicht am Körper meines Hundes.

Wie stehe ich da? Wie klar bin ich in meiner Haltung? Wie sicher ist mein Auftreten? Wie deutlich sind meine Grenzen? Und kann mein Hund sich an mir orientieren, weil ich ihm wirklich Führung anbiete?

Ein Hund braucht keinen Menschen, der körperlich stärker ist als er. Er braucht einen Menschen, der innerlich stabil, klar, verlässlich und konsequent ist.

Und ja: Liebevolle Führung darf Grenzen haben Liebevolle Führung darf deutlich sein. Ich darf meinem Hund sagen: Bis hierhin und nicht weiter.

Aber dafür brauche ich keine Gewalt.
Ich brauche keine Wasserflasche, um meinen Hund zu maßregeln. Keine Klapperdose mit Nägeln. Keine Discscheiben, die ihn erschrecken sollen. Keinen Leinenruck. Und schon gar keine Hand, die zuschlägt.
Denn Erschrecken ist keine Kommunikation.
Schmerz ist keine Führung.
Angst ist keine Beziehung.

Für mich bedeutet Körpersprache, meinem Hund mit meinem eigenen Körper, meiner Präsenz und meiner inneren Haltung verständlich zu machen:

„Ich bin da. Ich sehe dich. Ich übernehme Verantwortung. Du darfst dich an mir orientieren.“

Das ist für mich Führung.
Nicht laut. Nicht grob. Nicht gewaltsam.

Sondern klar, souverän, konsequent und trotzdem liebevoll.

Denn es gibt so viele Möglichkeiten, einem Hund Grenzen zu vermitteln und mit ihm in eine verständliche Kommunikation zu kommen.
Wir müssen einen Hund nicht klein machen, damit er uns folgt.

Wir dürfen selbst so klar werden, dass er uns folgen kann.

🐾🤍 Vertrauen braucht keine Gewalt🤍🐾

Vertrauen braucht keine Angst. Führung braucht keine Gewalt. 🤎

Ich wurde gefragt: „Und wie ist es mit einer Wasserflasche?“

Auch dazu ist meine Haltung ganz klar: Ich setze sie nicht ein. Und ich werde ihren Einsatz auch nicht an meine Kunden weitergeben.

Denn auch eine Wasserflasche kann – je nachdem, wie und warum sie eingesetzt wird – für einen Hund einschüchternd und beängstigend sein. Und genau da beginnt für mich etwas, das ich in der Beziehung zu meinem Hund nicht möchte:
Ich möchte nicht, dass mein Hund etwas unterlässt, weil er Angst vor meiner Reaktion hat. Ich möchte, dass er sich an mir orientiert, weil er mir vertraut.

Für mich gibt es so viele andere Wege, mit einem Hund in eine klare und verbindliche Kommunikation zu kommen.
Durch meine Körperhaltung. Durch meine Präsenz. Durch meine innere Haltung. Durch Klarheit und Konsequenz. Durch verlässliche Strukturen und Grenzen.

Und ja: Ein Hund braucht Grenzen. Er braucht Orientierung. Er braucht Ordnung und manchmal auch ein sehr deutliches Nein.

Aber Klarheit und Gewalt sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
Ich möchte meinen Hund nicht klein machen, damit ich groß sein kann. Ich möchte ihn nicht erschrecken, damit er funktioniert. Und ich möchte keine Hilfsmittel einsetzen, die ihn dazu bringen, aus Angst sein Verhalten einzustellen.

Ich möchte führen, ohne Angst zu erzeugen.

Denn am Ende wünsche ich mir keinen Hund, der mir gehorcht, weil er Konsequenzen fürchtet.
Ich wünsche mir einen Hund, der mir vertraut. Der sich an mir orientieren kann. Der weiß, dass ich Entscheidungen treffe. Der meine Grenzen respektiert – und sich gleichzeitig bei mir sicher fühlt.

Ein Stück weit auf Augenhöhe – und trotzdem mit Respekt, Ordnung, Struktur und Klarheit.
Nach vielen Jahren Berufserfahrung bin ich davon tief überzeugt:

Es gibt andere Wege.

Wege, die vielleicht verlangen, dass wir Menschen zuerst an uns selbst arbeiten. An unserer Klarheit. Unserem Timing. Unserer Körpersprache. Unserer Konsequenz und unserer inneren Stabilität.
Aber genau diese Wege möchte ich gehen.

Denn mein Ziel ist nicht, einen Hund zu haben, der Angst davor hat, etwas falsch zu machen.

Mein Ziel ist eine verbindliche Beziehung, in der mein Hund weiß: An diesem Menschen kann ich mich orientieren. Diesem Menschen kann ich vertrauen. Mit diesem Menschen gehe ich durch dick und dünn. 🤎

Dafür brauche ich keine Gewalt. Dafür brauche ich Beziehung, Klarheit und Führung. 🤎🩶🤎

🐾🤍 Belohnung 🤍🐾

Mein Hund soll es nicht für den Keks tun. Er soll verstehen, was ich von ihm möchte. 🤎

Genauso wie ich kein Freund davon bin, einen Hund über Angst oder Strafe zu führen, bin ich auch kein Freund davon, für jedes gewünschte Verhalten sofort in die Leckerlitasche zu greifen.

Versteht mich nicht falsch: Natürlich arbeite auch ich mit Leckerlis.
Wenn ein Hund etwas Neues lernt, kann ein Leckerli wunderbar helfen, ein Verhalten aufzubauen, zu erklären und positiv zu bestätigen.

Aber für mich sollte der Keks niemals die Grundlage unserer Beziehung werden.

Ich vergleiche es gerne mit einer Torte:

Schicht für Schicht entsteht sie durch Beziehung, Kommunikation, ehrliches Lob, Vertrauen und Klarheit.

Und ganz oben?

Da sitzt die Kirsche. 🍒
Und diese Kirsche darf auch mal der Keks sein.

Etwas Besonderes. Ein zusätzliches Highlight.

Denn viel wichtiger ist mir, dass mein Hund mein ehrliches Lob kennt. Kein künstliches Quietschen, kein überschwängliches Theater – sondern ein wirklich ehrlich gemeintes:

„Das hast du toll gemacht.“

Und noch etwas ist mir unglaublich wichtig:

Wir Menschen sind oft wahnsinnig gut darin, unseren Hunden zu sagen, was sie NICHT tun sollen.

„Hör auf!“
„Lass das!“
„Nein!“
„Mach das nicht!“

Aber was kommt danach?

Was soll der Hund stattdessen tun?

Genau diese Antwort bleiben wir unseren Hunden viel zu oft schuldig.

Ein Hund braucht nicht nur eine Grenze. Er braucht eine Richtung.

Ich möchte meinem Hund sagen können:

„Komm, setz dich zu mir. Es ist alles gut.“

„Geh auf deine Decke. Du musst dich um nichts kümmern.“

„Bleib bei mir. Ich regel das.“

Oder einfach:

„Leg dich hin und entspann dich. Du hast hier gerade keinen Job.“

Das ist für mich Führung.

Nicht ständig korrigieren.
Nicht ständig füttern.
Sondern erklären, begleiten und Orientierung geben.

Mein Hund soll wissen, welches Verhalten ich mir von ihm wünsche. Und wenn er genau dieses Verhalten zeigt, dann möchte ich es auch sehen und anerkennen.

Denn Timing bedeutet nicht nur, im richtigen Moment „Nein“ zu sagen.

Timing bedeutet vor allem, im richtigen Moment zu erkennen: Genau DAS war richtig. 🤎

Und dann darf mein Hund mein ehrliches Lob bekommen. Meine Freude. Meine Anerkennung.

Und manchmal eben auch die Kirsche auf der Torte – den Keks. 🍒🐾

Ich möchte keinen Hund, der ständig überlegt:
„Was bekomme ich dafür?“

Und genauso wenig möchte ich einen Hund, der ständig überlegen muss:
„Was passiert mir, wenn ich es falsch mache?“

Ich möchte einen Hund, der versteht:

„Mein Mensch zeigt mir, was er von mir möchte. Ich kann mich an ihm orientieren. Ich weiß, was meine Aufgabe ist – und genauso weiß ich, wann ich keine Aufgabe habe und einfach entspannen darf.“

Für mich entsteht genau daraus eine Beziehung, die nicht von Leckerlis und nicht von Strafe getragen wird, sondern von Vertrauen, Kommunikation, Klarheit und ehrlicher Verbindung. 🤎

🐾🤍 Gedanken zu einem Termin im September 2026 🤍🐾

Gestern ist mir in gleich mehreren Terminen ein Satz begegnet:
„Es ist so schwer. Es ist anstrengend. Warum hat mir vorher keiner gesagt, dass Hundeerziehung so viel Arbeit sein kann?“ 😌😔

Und wisst ihr was? Ja. Manchmal ist es schwer. ❤️

Manchmal ist Hundeerziehung anstrengend. Manchmal bedeutet sie, dranzubleiben, obwohl es gerade nicht leicht ist. Hinzuschauen. Dinge zu verändern. Und manchmal bedeutet sie auch, nicht nur am Hund zu arbeiten – sondern ein kleines Stück an sich selbst.

Viele wünschen sich vielleicht: „Wenn die Tanja kommt, dann zeigt sie mir, wie es geht – und dann funktioniert es.“

Aber ich sage immer: Ich habe keinen Zauberstaub. ✨

Ich kann euch zeigen, wie es gehen kann. Ich kann euch anleiten, auffangen, stärken, korrigieren und immer wieder neu mit euch hinschauen. Und mir ist unglaublich wichtig, dass kein Mensch bei mir das Gefühl bekommt, mit seinem Problem alleine zu sein.

Aber umsetzen müsst ihr.
Ihr müsst bereit sein, auszuprobieren. Dranzubleiben. Euch selbst zu hinterfragen. Eure Haltung zu verändern. Und manchmal auch über den eigenen Schatten zu springen.

Und genau heute durfte ich wieder so einen wunderschönen Moment erleben. ❤️

Plötzlich merkte eine Kundin selbst:
„Ups … das war gerade ICH. ICH habe das geschafft!“

Und genau DAS sind für mich die Momente, die so unglaublich wertvoll sind.
Nicht, wenn etwas funktioniert, weil die Hundetrainerin danebensteht. Sondern wenn ein Mensch plötzlich spürt:
Ich kann das. Mein Hund orientiert sich an MIR. Ich kann etwas verändern.

Hundeerziehung ist nicht immer einfach. Aber sie ist machbar.
Und vielleicht ist eines der größten Geschenke auf diesem gemeinsamen Weg, dass wir nicht nur unseren Hund besser kennenlernen.

Sondern auch uns selbst. ❤️
Denn manchmal wächst am Ende nicht nur der Hund.
Manchmal wächst vor allem der Mensch an seiner Seite.

🐾🤍 Neue Wege 🤍🐾

Manchmal müssen wir neue Wege gehen, um wirklich anzukommen. ❤️
Wie oft laufen wir auf Wegen, nur weil wir sie schon immer so gegangen sind?

Wie oft hören wir:
„Früher hat man das so gemacht.“ „Bei meinem letzten Hund hat das doch auch funktioniert.“
„Das kenne ich anders.“

Aber war es wirklich so?
Manchmal liegt der letzte Welpe viele Jahre zurück. Wir erinnern uns an den wundervollen erwachsenen Hund – aber kaum noch an die anstrengenden ersten Wochen. An die Unsicherheit. An die Momente, in denen wir selbst nicht weiterwussten.

Und trotzdem versuchen wir, mit alten Mustern einen neuen Hund zu begleiten.
Doch dieser Hund ist ein anderer. Und vielleicht bist auch du heute ein anderer Mensch.

Genau dann darf man an einer Kreuzung auch einmal sagen:
Ich gehe diesmal einen anderen Weg.

Für mich bedeutet moderne Hundeerziehung nämlich nicht nur, neue Methoden kennenzulernen. Es bedeutet auch, den Menschen wieder mit ins Boot zu holen.
Hinspüren. Sich selbst wahrnehmen. Dem Hund zuhören. Und sich vielleicht auch einmal zu fragen:
„Was möchte mein Hund mir gerade zeigen?“

Manchmal merken Menschen in meiner Arbeit plötzlich:
„Da geht es gerade gar nicht nur um meinen Hund. Da geht es auch um mich.“
Und genau das empfinde ich als etwas unglaublich Wertvolles. ❤️

Denn dann beginnt Veränderung.
Der Mensch arbeitet nicht nur mit seinem Hund, sondern auch für sich selbst. Er wird klarer, sicherer, bewusster. Er entdeckt vielleicht Seiten an sich, die lange keinen Raum hatten.

Und plötzlich verändert sich auch etwas zwischen Mensch und Hund.
Aus einem Weg, auf dem man sich vielleicht lange im Kreis gedreht hat, entsteht eine neue Richtung.

Und irgendwann kommt dieser wunderschöne Moment:

„Ich glaube, wir kommen an. Mein Hund und ich. Gemeinsam.“

Neue Wege können erst einmal ungewohnt sein. Sie brauchen manchmal Mut. Vertrauen. Und die Bereitschaft, alte Muster loszulassen.
Aber vielleicht wartet genau hinter dieser einen Kreuzung, an der du dich endlich traust, anders abzubiegen, der Weg, den du mit deinem Hund schon so lange gesucht hast. ❤️

Du musst nicht immer den Weg weitergehen, den du kennst. Du darfst den Weg wählen, der euch wirklich weiterbringt.

🐾🤍 Pfote an Fuß – ein gemeinsamer Weg 🤍🐾

Wir gehen nicht Hand in Hand. Wir gehen Pfote an Fuß.🐾👣🐾👣🐾👣

Vom ersten Moment an, in dem dieser Hund in unser Leben tritt, beginnen wir, gemeinsame Spuren zu hinterlassen. Seine Pfoten neben unseren Füßen. Manchmal ganz dicht beieinander, manchmal mit ein wenig Abstand – aber immer auf demselben Weg.

Da ist diese erste Zeit. Die Welpenzeit, voller Staunen, kleiner Herausforderungen und ganz vieler erster Male. Wir zeigen unserem Hund die Welt – und merken oft gar nicht, dass auch er beginnt, uns eine neue Welt zu zeigen.

Dann kommt die Junghundezeit, die Pubertät. Zeiten, in denen scheinbar Vergessenes plötzlich wieder hinterfragt wird. Zeiten, in denen wir führen, Halt geben, Grenzen setzen und manchmal selbst an uns zweifeln.

Doch genau darin wächst etwas.
Nicht nur unser Hund entwickelt sich. Auch wir verändern uns mit ihm.

Denn Hunde öffnen manchmal Türen in uns, von denen wir gar nicht wussten, dass es sie gibt. Sie zeigen uns unsere Ungeduld, unsere Unsicherheit, unsere Stärke, unsere Klarheit. Sie bringen uns zum Lachen, manchmal an unsere Grenzen – und manchmal bringen sie uns sogar ein Stück näher zu uns selbst.🫂💖

Und irgendwann kommen diese besonderen Momente.
Momente, in denen wir gar nicht mehr viel sagen müssen. In denen wir nicht mehr ständig abfragen müssen, ob unsere Erziehung trägt. Wir sehen es einfach. 🤍🩶🤎

Unser Hund orientiert sich an uns. Er geht mit. Er vertraut.
Nicht, weil er muss. Sondern weil über all die gemeinsamen Jahre etwas entstanden ist, das viel tiefer geht als ein gelerntes Signal:

Bindung.
Vertrauen.
Verlässlichkeit.

Und während wir gemeinsam durchs Leben gehen, verändern sich irgendwann wieder die Schritte.
Die Pfoten werden langsamer. Vielleicht werden die Augen trüber, die Ohren hören nicht mehr jedes Geräusch und Wege, die früher selbstverständlich waren, werden plötzlich anstrengender.

Und dann verändert sich auch unsere Aufgabe.
Der Hund, dem wir einst die Welt gezeigt haben, braucht nun vielleicht unsere Hilfe, um weiterhin ein Teil dieser Welt sein zu können.

Wir warten. Wir passen unser Tempo an. Wir unterstützen. Wir tragen, wenn es nötig wird. Wir geben Sicherheit dort, wo früher unser Hund vielleicht uns Sicherheit gegeben hat.

Und trotzdem gehen wir weiter.
Pfote an Fuß.🐾👣🐾👣🐾👣

Vielleicht langsamer. Vielleicht mit mehr Pausen. Aber noch immer gemeinsam.
Denn genau das bedeutet für mich das Leben mit einem Hund: Wir begleiten nicht einfach nur einen Hund durch sein Leben.
Wir begleiten uns gegenseitig.💖🤍

Er hinterlässt seine Spuren in unserem Leben – und wir unsere in seinem.
Und irgendwann, wenn wir zurückblicken, erkennen wir, dass aus all diesen kleinen Pfotenabdrücken und Fußspuren etwas ganz Großes entstanden ist:
ein gemeinsamer Weg.
Eine gemeinsame Geschichte.
Ein Stück gemeinsames Leben.
👣🤍🐾
Pfote an Fuß.🐾👣🐾👣🐾👣
Vom ersten gemeinsamen Schritt bis zu den ganz langsamen Schritten im Alter.

Und jeder einzelne davon ist kostbar.

Die Sprache der Herzen

Als Hundetrainerin erlebe ich jeden Tag, wie viel wir von Hunden – und eigentlich von allen Tieren – lernen dürfen.

Während wir Menschen oft analysieren, bewerten und Erwartungen haben, begegnen Hunde uns im Hier und Jetzt. Sie tragen keine Maske, sie hinterfragen nicht – sie fühlen. Und genau darin liegt ihre unglaubliche Stärke.

Ein Hund schaut dich nicht an und sieht, was du „sein solltest“. Er spürt, was gerade ist. Deine Energie, deine Stimmung, dein Herz. Ehrlich. Ungefiltert. Echt.

So oft erlebe ich im Training, dass wir Menschen uns selbst im Weg stehen, weil wir zu viel denken, zu viel wollen, zu viel erwarten. Unsere Hunde hingegen sind längst da – bereit für Verbindung, für Vertrauen, für gemeinsames Wachsen. Nicht perfekt. Sondern echt.

Und vielleicht sind es genau sie, die uns daran erinnern, wie sich wahre Verbindung anfühlt. Nicht über Leistung, nicht über Kontrolle – sondern über Präsenz, über Gefühl, über ein stilles Verstehen.

Wenn wir beginnen, wieder mehr zu fühlen statt nur zu denken, entsteht etwas ganz Besonderes: Eine tiefe, ehrliche Verbindung – nicht nur zu unseren Hunden, sondern zu allen Tieren… und am Ende auch zu uns selbst.

🐾 Die Sprache der Herzen ✨